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kielersprotte Besserwisser

Anmeldungsdatum: 18.05.2005 Beiträge: 84
Wohnort: Kiel
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Verfasst am: 21.08.2005, 11:35 Titel: Interview: "Die eigene Brotfirma"
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... und noch ein interview. diesmal von job&future:
Die eigene Brotfirma
Dokter Renz, Schiffmeister und König Boris haben es gewagt: Die Nordlichter haben mit der Fettes Brot Schallplatten GmbH ihr eigenes Label gegründet und „Emanuela“ in die Charts geschickt.
Wir trafen die Brote im Hamburger Hafen auf dem ausrangierten Feuerschiff „LV13“, das mittlerweile Landratten als Bar und Hotel dient. Ein symbolischer Ort, weil es im deutschen HipHop an allen Ecken brennt? „Papperlapapp!“, sagt Schiffmeister. „Mit der momentanen Situation im HipHop haben wir nichts zu tun. Jeder macht sein Ding, so wie er glücklich wird. Und das ist gut so.“ Mit HipHop haben die Brote tatsächlich nicht mehr viel zu tun. Unverkennbar bleiben ihre Einflüsse aus Old- School-Rap, Soul und Funk. Auf dem neuen Album „Am Wasser gebaut“ experimentieren Schiffmeister, König Boris und Dokter Renz aber auch mit heißen Rhythmen wie Latin und Salsa, die ebenso selbstverständlich wie Rock und HipHop zu hören sind. Was nach Revolution im Rap-Genre klingt, ist einfacher: „Wir entwickeln uns stetig weiter“, sagt Dokter Renz.
JOB&FUTURE: Ein Album von Fettes Brot klingt nie gleich. Wie schafft ihr es, euch bei jeder neuen Platte neu zu erfinden?
DOKTER RENZ: Das ist immer unser Ansatz, wenn wir eine neue Platte machen. Darum lassen wir uns auch so viel Zeit zwischen unseren Studioalben. Wenn man nichts erlebt, kann man auch nichts Interessantes erzählen. Dann macht man irgendwann Platten über Backstage- Klos oder anderen uninteressanten Musiker- Quatsch.
SCHIFFMEISTER: Es gab ja auch jede Menge private Erfahrungen. Renz und ich sind Papas geworden, dass ist natürlich eine extreme Umstellung. Vom Studio zum Windelwechseln und zurück sozusagen.
Müsst ihr euch als Band nach jeder Pause wieder neu zusammenraufen?
SCHIFFMEISTER: Es ist jedes Mal gleich schwierig und immer wieder eine Herausforderung. Weil wir am Anfang noch gar nicht wissen, wohin wir eigentlich wollen.
KÖNIG BORIS: Aber es ist wie in jeder guten Ehe: Über die Jahre kennt man sich und die Fehler der anderen. Und die, die schon passiert sind, macht man dann kein zweites Mal mehr.
Ihr seid jetzt zwölf Jahre am Start. Ist es nach so langer Zeit noch schwierig, sich selbst zu motivieren?
SCHIFFMEISTER: Nein. Jeder von uns hat einen Bereich, in dem wir uns ausgesprochen wohl fühlen. Außerdem wachsen wir an uns, das macht uns stark. Spielchen oder Machtkämpfe hat es nie gegeben, dafür sind wir zu lange befreundet.
DOKTER RENZ: Aber es ist auch jedes Mal die Angst vorm Scheitern da. Das haben wir auch dieses Mal wieder gespürt. Da sitzt du und denkst: „Kriegen wir das überhaupt noch hin? Können wir das letzte Album überhaupt toppen?“ Ich habe „Demotape“ als verdammt gute Platte für mich abgespeichert, da mussten wir mit „Am Wasser gebaut“ erst mal hinkommen. Das war eine echte Herausforderung.
Ihr habt mit Fettes Brot Schallplatten GmbH euer eigenes Label gegründet. Kann das funktionieren, einerseits Label-Boss zu sein, andererseits kreativer Künstler?
SCHIFFMEISTER: Es funktioniert jetzt sogar besser als vorher. Die Wege sind kürzer, wir haben bei allen kreativen Angelegenheiten Entscheidungshoheit. Sich bei einer Plattenproduktion nicht das Heft aus der Hand nehmen zu lassen ist ein großer Vorteil. Das war früher anders, da quatschten einfach mehr Leute rein. Es erleichtert nicht nur das Arbeiten, es macht dich auch sicherer.
Was ist mit dem unternehmerischen Risiko?
KÖNIG BORIS: Das ist ja das Schöne: Erfolge wie Misserfolge gehen immer durch drei. Sollten wir mit der Idee unseres eigenen Labels scheitern, gehen wir alle baden. Das ist wie bei den drei Musketieren: einer für alle, alle für einen. So haben wir es in der Musik gehalten und bei der Label-Arbeit machen wir damit weiter. Wir werden alle nicht jünger, also müssen wir gucken, worauf wir neben Konzerten und Produktionen noch Bock haben.
Stichwort „Alter“: Habt ihr nach zwölf Jahren im HipHop überhaupt noch Visionen?
KÖNIG BORIS: Klar, und zwar die Vision, bei jeder neuen Platte noch überraschender zu sein. Wir wollten diesmal musikalisch eine Schippe draufpacken und eine richtige Soul- Platte machen. Mit großen und echten Gefühlen wie bei „Emanuela“.
SCHIFFMEISTER: Soul-Musik spricht aus der Seele, soll Seele und Herz anderer Menschen ansprechen. „Demotape“ war eher eine Punk- Platte, zerstörerischer und wütender. Diesmal sollten es eben große Emotionen werden.
Weil ihr älter geworden seid?
SCHIFFMEISTER: Dass das so ist, können wir nicht leugnen. Ich bin aber auch froh darüber, denn wir wollen ja keiner Zeit oder einem Abschnitt verhaftet bleiben. Dann entwickelt man sich nicht weiter. Wir versuchen nicht, uns mit dem Älterwerden zu befassen.
DOKTER RENZ: Heute sind wir 30. Als wir mit 18 Jahren angefangen haben, war das biblisch für uns und nicht vorstellbar, dass wir in dem Alter überhaupt noch Platten machen. Es klappt aber ganz gut, weil wir heute gelassener sind als früher. Wir haben zum Beispiel überhaupt nicht das Gefühl, dass die Zuschauer nicht verstehen, was wir da oben auf der Bühne machen.
Hättet ihr euch getrennt, wenn es nicht mehr zwischen euch geklappt hätte?
SCHIFFMEISTER: Das wäre die Konsequenz gewesen, aber so weit kam es glücklicherweiise nicht. Wir haben keine Angst vor dem Alter und Spaß und Ideen gehen uns auch nicht aus. Wenn es nicht mehr laufen sollte, würden wir einen sauberen Schnitt machen.
KÖNIG BORIS: Peinlich zu werden wäre so ziemlich das Schlimmste, was wir uns vorstellen könnten. Darum geht es wahrscheinlich auch so viel um Liebe auf dem Album ...
Habt ihr eurer ersten großen Liebe jemals gesagt, was ihr für sie empfindet?
DOKTER RENZ: Ich habe den jugendlichen Fehler gemacht, mich mit ihrer besten Freundin darüber zu unterhalten. Daraufhin hat sie sich nie wieder bei mir gemeldet. Im Nachhinein war das ein grober pubertärer Fehler. Ich kann also allen jugendlichen Lesern von ähnlichen Aktionen nur abraten: Sprecht nie mit der besten Freundin eurer Flamme über eure Liebe! Das geht nach hinten los!
Das prägt fürs Leben, oder?
SCHIFFMEISTER: Kann man wohl sagen. Wie oft wir ihn schon trösten mussten, das ist ohne Worte. Aber wahrscheinlich ist Dokter Renz durch diese Enttäuschung die größte Rampensau von uns allen auf der Bühne geworden.
DOKTER RENZ: Eigentlich war es wie im Video zu „Emanuela“ klar, dass ich der Frau damals noch nicht gewachsen war. Das weibliche Geschlecht war damals an sich eine faszinierende, unverständliche Spezies, die einfach nur unglaubliche Gefühle in einem ausgelöst hat. Und auf einmal fand man die kleinen Biester eben nicht mehr Scheiße. Da hatte man nur noch Schmetterbälle im Bauch.
Norddeutschen sagt man nach, nur schwer zu ihren Gefühlen zu stehen ...
KÖNIG BORIS: Ach, das ist doch alles nur ein Klischee. Die Münchner können genauso gut oder genauso schlecht über ihr Innerstes in Songs erzählen wie Hamburger. Wir halten von diesen lokalpatriotischen Vorurteilen gar nichts. Sido oder Bushido aus Berlin sehen das anders.
DOKTER RENZ: Ach, das ist doch alles nur konstruiert. Diese Ghetto-Mentalität passt nicht zu Deutschland. Aber wenn ein Sido meint, über seinen Block erzählen zu müssen, weil es da so interessant zugeht, bitte, dann soll er das doch. Wir finden andere Themen spannender. _________________ Sadomaso ehrlich, uns stehen alle Türen offen und das was aus uns wird, das wommadomma hoffen!!! |
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Sie Insider
 Alter: 20
Anmeldungsdatum: 14.04.2005 Beiträge: 892
Wohnort: Eutin
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Verfasst am: 21.08.2005, 14:13 Titel:
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| Zitat: | Habt ihr eurer ersten großen Liebe jemals gesagt, was ihr für sie empfindet?
DOKTER RENZ: Ich habe den jugendlichen Fehler gemacht, mich mit ihrer besten Freundin darüber zu unterhalten. Daraufhin hat sie sich nie wieder bei mir gemeldet. Im Nachhinein war das ein grober pubertärer Fehler. Ich kann also allen jugendlichen Lesern von ähnlichen Aktionen nur abraten: Sprecht nie mit der besten Freundin eurer Flamme über eure Liebe! Das geht nach hinten los!
Das prägt fürs Leben, oder?
SCHIFFMEISTER: Kann man wohl sagen. Wie oft wir ihn schon trösten mussten, das ist ohne Worte. Aber wahrscheinlich ist Dokter Renz durch diese Enttäuschung die größte Rampensau von uns allen auf der Bühne geworden.
DOKTER RENZ: Eigentlich war es wie im Video zu „Emanuela“ klar, dass ich der Frau damals noch nicht gewachsen war. Das weibliche Geschlecht war damals an sich eine faszinierende, unverständliche Spezies, die einfach nur unglaubliche Gefühle in einem ausgelöst hat. Und auf einmal fand man die kleinen Biester eben nicht mehr Scheiße. Da hatte man nur noch Schmetterbälle im Bauch. |
Is das süß!
Danke, Sprotte! _________________ HipHop - ein Gefühl, das wir in unseren Herzen tragen |
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Schnimp Alleskönner
 Alter: 19
Anmeldungsdatum: 23.01.2005 Beiträge: 403
Wohnort: Eschwege
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Verfasst am: 22.08.2005, 10:14 Titel:
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Könnte es ein, dass er das in Kleines Kind "verarbeitet"?
Tagtäglich standest du früher vor meiner Tür,
nachträglich danke ich dir dafür,
was ich empfand ist schwer zu beschreiben,
ich wollte ewig dein Herzbube bleiben .........
Nur so´n Gedanke .............. _________________ Ich kack diesen Spinner´n vor die Tür, werf ´ne Bild-Zeitung drauf zünde sie an und läute Sturm.
Scheiße, Ahhhhhhhhhhhhh ... |
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