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Frikadelle-am-Ohr.de Foren-Übersicht -> Vinyl, CDs und DVDs -> Songtexte -> Thema: [Album] Auf einem Auge blöd (1995)

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Lu
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 09:45    Titel: [Album] Auf einem Auge blöd (1995) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Auf einem Auge blöd



1. Intro (0:48 ) *
2. Mitschnacker (4:59)
3. Optimal Geschmacksneutral (4:51)
4. Männer (3:51)
5. Mischermann's Friend (0:24) *
6. Meh' Bier (4:51)
7. Dionysos (7:00)
8. Friedhof der Nuscheltiere (4:47)
9. Gangsta Rap (4:46)
10. Definition von Fett (5:16)
11. Amazing Discoveries (1:35) *
12. Frikadelle am Ohr (5:34)
13. Das Fette Brot (0:20) *
14. 3 sind 2 zuviel (5:14)
15. Wer gibt dem der unten liegt die Hand? (3:44)
16. Nordisch by nature (9:10)

* = Skits

Veröffentlichungstermin: 20. April 1995

Die Urheberrechte sämtlicher Texte liegen bei den Verfassern "Fettes Brot". Kontakt: www.fettesbrot.de
_________________
"Persönlich glaube ich ja, so ‘n wutschnaubender Budenzauber ist nicht so besonders dufte für die Zuschauer"

Zuletzt bearbeitet von Lu am 27.03.2005, 22:31, insgesamt 26-mal bearbeitet





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Lu
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 09:58    Titel: 2. Mitschnacker (4:59) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

2. Mitschnacker

Bumschackalacka, hier komm' die Mitschnacker.
Das Publikum ist da und Fettes Brot steht auf dem Acker.
Nicht aufgepaßt - zickzack haben wir Dich mitgeschnackt
Und in ein unbekanntes Land gebracht.

Hier fliegen Reime durch die Luft und Beats wachsen an Bäumen.
Das Land ist so funky, da kannst Du nur von träumen.
Komm mit kleiner Junge - ,Ich hab Angst vor Dir!"
Das versteh ich gut, doch eins versprech ich hier:
Wenn Du die Augen aufmachst und bemerkst, wo du bist,
Kannst Du Dir sicher sein, daß Du die Angst schnell vergißt,
Denn ißt Du ein Stück von der verbotenen Frucht,
Dann packt sie auch Dich, die verbotene Sucht,
Kreativ zu sein, ein Gedicht und ein Reim,
Dein eigener Clown und Dein Held zu sein,
Dich vom Druck zu befreien, mehr zu sein, als zu schein',
Wenn Du schweigen willst, zu schweigen, wenn Du schreien willst, zu schrein'.

Also kommt mit ins Land, wo das Brot zuhause ist,
Denn wenn Du erst einmal auch hier zuhause bist,
Dann können wir zusammen in Zitronen beißen,
Wir können zusammen die Unendlichkeit bereisen,
Wir können zusammen an Fruchtlollis lutschen,
Gemeinsam ins Land des Lachens rutschen.
Denn wo die Brote wohnen, ist auch die Party zuhaus.
Eingeladen sind alle; wir Schmeißen keinen raus
Und wenn Dir das gefällt, geh' nach Hause Sachen packen,
Lehn Dich zurück und laß' Dich mitschnacken.

Ich bin ein Mitschnacker, weil ich mitschnack',
Also rede ich jede Minute mit meiner Schnute, wenn ich dich mitschnack,
Doch bin ich kein Schokoladenonkel der Dir in den Schritt packt.

Taktlos, behaupte ich, und das ist ja das Schlimme,
Meine Stimme ist der Soundtrack Deiner Träume,
Drum bäume Dich nicht auf ,sondern lauf
Und kauf Dir den erotischen Gedichtsverkehr.
Leiht Ihr mir Euer Ohr, geb ich's nicht mehr her,
Denn das ist ja die Kunst, die ich beherrsche,
Bewege mit Reimen Dein Hirn,mit dem Beat Eure Ärsche.
Schalte den Verstand auf Stand-by.
Bist Du ge-ge- gehemmt sei
Sicher, daß Du gleich nickst,mit den Füßen wippst,
Mit den Finger schnippst, hippst und hoppst,
Iist ja auch gehupft wie gesprungen.
Ich hab' Dich mitgeschnackt und deshalb hab' ich nicht gesungen.
Ich reite auf meinem Reim, denn mein Reim ist kein schlapper Gaul.
Ich bin Schiffmeister, ja das Plappermaul.
Schnipp-schnapp papperlapap;
Ich gebe nur das Mikro doch noch lange nicht die Löffel ab.

Jetzt rockt der Dokter die Baracke,
Au backe, denn wenn ich mitschnacke,
Dann packe ich den Groove und knacke die Nuß
Plus den Verdruß, den sie schuf.
Gestatten Sie, Renz, Rechtsanwalt von Beruf.
Brennt's, dann buche Renz für ein paar Pence
Berät er Dich vor Gericht als Vertreter.
Gezeter umgeht er durch Kenntnis jedweder sonderbarer Sonderparagraphen.
Schlafen darf'n Mitschnacker nie bei all dem Schlamassel.
Ich prassel auf Euch nieder mit meinem Gequassel.
Von Kassel bis nach Genf gebe ich meinen Senf auf'n Teller.
Acapella sappel ich schneller als Arabella,
Und wenn ich zuweilen die Sprache verweiger,
Dann denkt nicht, ich sei gar ein feiger Schweiger,
Brauch' nur 'n kurzen Halt, um meine Gedanken einzusammeln,
Drum bleib ich stumm, um nicht nur dumm rumzustammeln.
Tauch ich meditativ tief ein, oft sogar im
Yogasitz von Roger Whitaker.
Bin ein Mitschnacker, kein Mitschlepper.
Renz is'n Rapper und kein Kidnapper.

_________________
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Zuletzt bearbeitet von Lu am 27.03.2005, 11:33, insgesamt 2-mal bearbeitet





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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 10:56    Titel: 3. Optimal geschmacksneutral (4:51) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

3. Optimal geschmacksneutral

Ein Geräusch - er wird wach, und er fragt sich „Wieso?"
- 6 Uhr 35, Gute-Laune-Radio.
Sein Tag beginnt,
Und er wird so sein wie alle Tage sind,
Denn sein Weg ist immer gerade,
Und es bläst kein Gegenwind.
Erst geht er duschen,
Dann geht er Zähneputzen,
Dann rasieren und dann das After shave von Weihnachten benutzen.
Dann gießt er Kaffee in die Tasse, in die er’n jeden morgen gießt.
Dann nimmt er sich die Zeitung,die er jeden morgen liest.
Und dann steigt er in sein Auto - wie immer,
Und dann fährt er ins Büro - wie immer,
Dann sitzt er an seinem Tisch - wie immer, wie immer.
Keine Veränderung, es wird nicht besser und nicht schlimmer.
Der Acht-Stunden-Arrbeitstag nimmt so seinen Lauf.
Er kopiert und notiert und schreibt wichtige Sachen auf.
Und er macht und er tut, und dann ist es siebzehn dreißig,
Dann kann er nach Hause gehen, denn er war heut’ wirklich fleißig.
Zuhause angekommen, zieht er seine Hausschuhe an,
Nimmt die Fernbedienung und dann ist der Fernseher dran.
Erst gibt’s ein’ Film und dann gibt es ein paar Serien,
Mit Sonne, schönen Menschen; ist ja fast so gut wie Ferien.
Dann legt er sich ins Bett, und er macht sich keine Sorgen,
Denn heute war wie gestern und gestern war wie morgen.
Das war Müller Nachname und Vorname Karl
Und er ist optimal geschmacksneutral.

Herr Meyer liest seit ungefähr 5 Jahren keine Zeitungen mehr,
Doch mag er Modellbauanleitungen sehr.
Es wäre eher ’n Wunder, wenn man ihm begegnete
Im Wahllokal, obwohl’s den ganzen Tag regnete,
Segnete Gott den Knaben mit besonderen Gaben,
Muß dieser sie wieder verloren haben.
Umso farbenfroher ist sein Job als Beamter.
Eigentlich ist er kleinlich, doch manchmal verschlampt er
Auch Akten - die sind dann plötzlich unauffindbar.
Zum Glück ist er als Staatsangestellter unkündbar.
Herr Günther Meyer, im Prinzip nicht unbeliebt,
Allerdings, wer merkt denn auch schon, daß es ihn überhaupt gibt.
Er schiebt mehr so die ruhige Kugel,
Haßt den ganzen Jubel und Trubel,
Hätt’ für sowas gern ein Double.
Der Rubel rollt, auch ohne sein Zutun.
Wenn er sich einmischte, wem würde das guttun?
Gudrun, die meint auch: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten!",
Den Leuten geht’s doch gut, zumindest den meisten.
Was draußen in der Welt geschieht ist ihm egal -
Er ist optimal geschmacksneutral!

Nun, wir sind aber noch nicht fertig,
Wenn Ihr Herrn Schmidt noch nicht kennt.
Der Mann der kompetent jedem Trend nachrennt, keinen Trend verpennt.
Er findet heute richtig scheiße, was er gestern prima fand.
Er findet heute richtig scheiße, worauf er gestern noch gestern stand.
Anhand von Modemagazinen sucht er seinen Stil.
Erstens sieht er aus wie alle und zweitens kostet das sehr viel.
Heute mag er Grunge und morgen Techno.
Er hört die ganzen Charts rauf und runter, den Dreck,
So daß Herr Schmidt zwar fit, gerade in der Hitparade ist,
Den Mist konsumiert und dann vergißt er
Die Lieder wieder und auch seine Klamotten.
Es ist ihm eben wichtig, in der Disco abzuhotten.
Wie die Motten das Licht und die Pickel das Gesicht
- Zielsicher und dumm schwirrt er herum und besticht
Wieder mal durch Unauffälligkeit.
Wie ich das hasse!Eins-zwei-Einheitsbrei.
Er findet’s richtig klasse!
Farb- und Geschmacklos, noch blasser als stilles Wasser.
Es war abscheulich als ich ihn neulich auf der Straße traf
Sagte ich, ich hätte da ’nen Tip:
In den Staaten wären jetzt Sandalen richtig hip.
Heute sah ich ihn wieder, er stand grad’ am Hallenbad
In Lederschlappen bei schlappen minus 14 Grad.
So struntzdumm zu sein, wär für mich ja eine Qual.
Er ist eben optimal geschmacksneutral.
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Zuletzt bearbeitet von Lu am 27.03.2005, 11:34, insgesamt 2-mal bearbeitet





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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 11:03    Titel: 4. Männer (3:51) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

4. Männer

Männer - ob blond, ob braun, ob henna,
Egal, ob du ein Manager bist oder ein Penner.
Es fehlt an Vertrauen zwischen uns und den Frauen,
Dort gibt es einen Bruch aber keinen Hauptnenner.
Mancher Mann sagt, wenn er eine Frau sieht am Steuer,
Das sei ihm nicht geheuer und werde sicher teuer.
Doch da ist auch die Frau, die ihr Vorurteil pflegt,
Daß ich ein Macho bin, der sein Hirn in der Hose trägt.
Gleichberechtigung heißt nicht gleich Berechtigung zur Ermächtigung.
Ich find, die sind gar nicht so schlecht, die Jungen,
Wie’s dir vielleicht erscheint, ich hab auch schon mal geweint.
Ich bin dein Freund und nicht dein Feind,
Doch viele meinen, ein Mann sei ein Softie, wenn er ebensolches nimmt,
Weil ihn etwas traurig stimmt,
Erklimmt ein Mann nicht die Leiter der Karriere,
Das wäre eine schwere Schächung seiner Ehre.
Muck auf und spuck auf den gesellschaftlichen Druck.
Wenn du willst, dann bleib zuhause, wie die Stubenfliege Puck,
Bis zum Alltag gehört, daß auch ein Mann schwanger wird
Und eh man’s kapiert ist man emanzipiert als Mann - als ganzer Mann.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.
Bin ich ein Mann?- ein ganzer Mann.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.

Mann und Frau, Frau und Mann,
So viele ungeklärte Fragen, oh mann, wo fang ich an?
Okay, ein Unterschied zwischen Er und Sie
Ist deutlich zu erkennen in der Anatomie.
Doch darüberhinaus ist es schwer auszumachen,
Was sind Gerüchte und was sind Tatsachen.
Zum Beispiel wird mir immer wieder gerne erzählt,
Daß Frauen sensibler sind, weil Männern der Sinn dazu fehlt.
Männer sind sexbesessen, Frauen weit davon entfernt,
Mh mh, Leute, ich hab’s anders kennengelernt.
Auch, daß man als Mann logischer denkt,
Kann ich nicht glauben, weil bei Logik sich mein Hirn aushängt.
Auch andere Klischees treffen oft nicht zu,
Doch trotzdem läßt mir dieses Thema keine Ruh.
Manchmal überlege, wie ist es denn jetzt eigentlich?
Ist es alles Lüge oder worin unterscheid’ ich mich?
Sind wir wirklich gleich oder grundverschieden
Verschiedene Gefühle oder gleich im Lieben?
Ich kann es euch nicht sagen, doch wenn es jemand kann,
Sag es mir, denn ich bin König Boris und ein ganzer Mann - ein ganzer Mann. Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.
Bin ich ein Mann?- ein ganzer Mann.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.

Ich bin ein Mann, keine Frau und kein Eunuch,
Ich hab es mir nicht ausgesucht und manchmal hab ich es verflucht,
Wenn ich das Bild der Männer hierzulande anseh,
Dann kann ich es kaum glauben, so tut es mir dann weh,
Ne, oh weh, in welchem Licht ich da steh,
Dazu gehör ich nicht, passe nicht in dies Klischee.
Ständig männlich, immer voll den harten
Und dann gibt es auch noch Frauen, die eben das erwarten.
Ich bin kein Schnurrbartträger, Besserwisser, Autopfleger, Imstehenpisser,
Kein Krawattenumbinder, Messezücker, Kinderschinder, Oberunterdrücker.
Ich kann sie auch nicht hören, die Machosprüche,
Frauen an den Herd und zurück in die Küche,
Denn betrachtest du die Sache einmal ganz genau,
Ist im Restaurant der Chefkoch keine Frau.
Mann und Macho sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Es geht mir auf den Nerv, dieses Imagegetue.
Eins kann ich euch sagen, wenn man Mann und Frau vergleicht,
Man hat’s vielleicht nicht schwerer, doch als Mann hat man’s nicht leicht.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.
Bin ich ein Mann? - ein ganzer Mann.
Ich bin ein Mann - ein ganzer Mann.

_________________
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Zuletzt bearbeitet von Lu am 27.03.2005, 11:34, insgesamt 2-mal bearbeitet





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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 11:13    Titel: 6. Meh' Bier (4:51) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

6. Meh' Bier

Fettes Brot läßt heute wieder mal die Sau raus,
Und wir basteln uns ein’ privaten Supergau aus
Hopfen und Malz, Gott erhalt’s,
Denn wenn das Brot mit Freunden feiert, dann knallt’s.
Aufgedrehte Bässe, ’n Pils in der Fresse,
Feucht-fröhliche Nässe und bevor ich es vergesse:
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich gänzlich ungeniert.
Wer die Party zelebriert, hat das sowieso kapiert,
Deswegen ist uns heute abend alle scheiß egal,
Wie und wo wir feiern, Hauptsache, das Bier ist erste Wahl.
Bezahlen tun wir später, denn wir sind gerade nicht flüssig,
Doch des Feierns und des Bieres noch lang nicht überdrüssig.
Überschüssige Kraft, umgesetzt in Gerstensaft.
Jeder trinkt so lang und so viel, wie er eben schafft.
Wir feiern laut und doll, bis alle auf den Tischen springen
Und am Höhepunkt der Party fangen wir laut an zu singen:

Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?

Schiffmeister ist im Haus,
Und König Boris ist im Haus,
Unser Mann Tobi ist auf Klo
Und Rechtsanwalt Dr. Renz sowieso.
O-o-oh.. ich bin am Pilzebügeln allein im Waschkeller,
Such’ noch ’ne volle Knolle, aber jemand war schneller.
Herr Gastgeber, noch’n lütten Stimmungsheber!
Ich mach’ noch einen weg, hab ’ne Leber wie ’n Seebär.
Ich staun’, denn die Frauen werden netter mit jedem Pils.
Sag, was Du willst, ich glaub’, ich bin in Beverly Hills.
Jetzt gilt’s - I got fat skills - dank des einen oder anderen Promills.
Vorm Haus in allen Winkeln stehn’ Leute und pinkeln.
Fips hat wieder ’n Schwips und zitiert Abraham Lincoln.
Um ihn herum entsteht Kuddelmuddel,
Während ich im Sand nach ’ner Pfandbuddel buddel.
Ich schwenke zur Tränke, äh, ich schwanke zur Tanke:
„5 halbe fürs Sägewerk!" - „Bitte!" - „Danke!".
Kranke und Kinder zuerst ins Rettungsboot. Bieralarm - hier kommt Fettes Brot.

Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?

Hey Ihr! Hää?
Ich sehe hier eine ganze Menge Leute die wollen wie wir meh’ Bia.
Ich hol’ gerade Nachschlag, ich Trunkenbold
Und komm’ mit einem dicken Faß jetzt auf Euch zugerollt.

Ich fühl mich richtig wohl mit der Flasche in der Hand
"Ich seh den Fisch hinter mir an der Wand".
Fand eine Bierdose, muß ich doch mal gleich dran nippen
„Ääh? Lecker-Schmecker" - randvoll gefüllt mit Kippen.
Kipp ’n Inhalt ins Klo, ich mußte sowieso pissen;
Nach soviel Bier tut das not ,müßt Ihr wissen.
Schiffmeister, mach meinem Namen Ehre, entleere meine Blase
Und kehre um, um Musik zu hören und wage
Mich in den Kampf um die Stereoanlage,
Ertrage schon seit Stunden schlechte Techno-Musik.
Geschafft! Jetzt hören wir mein Lied.

Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?

Ich sitze hier seit einer Weile ziemlich dumm
Allein um meine Stammtischrunde rum.
Drum setzen sich da plötzlich drei Musketier’ zu mir
Und bestellen beim Wirt meh’ Bier.
Meh’ Bier für die Runde, von der ich hier Kunde tu.
Gieß’ noch mehr dazu; ich laß Dir keine Ruh,
Wenn es um’s Trinken geht, laß uns doch mal schauen,
Wer noch beim Hinken steht.
Nach Schinken zu stinken ist der Wermutstropfen.
Ich stink lieber nach Gerste, Malz und Hopfen.
Wär’ste halt so’n Pfropfen auf der Flasche,
Dann stiftest Du ungut Unmut mit Deiner Masche,
Denn ich erhasche Dich, wenn Du die Flasche nicht an den Mund nimmst.
Stimmt’s, daß Du ein BH bist - ein „Bierhalter",
Der nach Stunden pro Halbe mißt?
Bin kein Politiker, der sich am Buffett nährt,
Doch ich fordere meh’ Bier, bis sich mein Magen umkehrt.
Herr Ober, noch’n Pferd!

Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?

Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
Meh' Bier
Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
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Wir fragen euch: Was wollt ihr?
Wieso weshalb warum sind wir hier?
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 11:46    Titel: 7. Dionysos (7:00) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

7. Dionysos

Ich wache auf und schalte mein Gehirn ein. Klick.
Öffne die Augen, weil ich schlief.
Focus Negativ.
Blicke konfus umher
Teer, ein Pfeifen in der Lunge
Ein mieser Geschmack auf der Zunge. Junge, Junge!
In meinem wirren Hirn purzeln
Gedanken durcheinander und es schwirren
Erinnerungen Stück für Stück zurück in mein Gedächtnis
Fetzen der Vergangenheit. Das Vermächtnis
Der letzten Nacht erwacht,
Und mir wird langsam aber sicher klar,
Als ich mich umsah, was vorher einmal trübe war.
Sehe Liebende und dort welche, die streiten sich;
Treffe michmit Boris und Renz und die begleiten mich
auf meiner Reise ins eigene Ich.
Sich selbst dort zu finden,
Um dann wieder zu verschwinden.
Wir drei sind hierbei Zuschauer im Theater unsres Lebens
Sehen uns selbst auf der Bühne stehen. Vergebens
Versuchen wir, uns selber anzusprechen,
Doch auf sich selbst zu hören ist eine unsrer Schwächen.
Brechen auf und ergebnislos ab.
Dann ziehen wir weiter, wie im Bann voran.
Kann mich umorientieren, neu erkennen.
Wir fangen an zu rennen,
Denn wenn wir uns selbst schon nicht kennenlernen,
Dann wenigstens die Welt.
Erhalten Anworten auf Fragen, die keiner von uns stellt.

Freunde, was kostet die Welt?
- Eins fünfzig.
Mmh, bezahl ich, ist ja wahrlich günstig.
Wir bestiegen den fliegenden Teppich aus purem Purpur gewoben,
Ist er mit uns abgehoben.
Droben stoben wir durch Zeiten und Räume
Über Felder und Wälder gelber Purzelbäume.
Däumlinge und Riesen priesen einen Tag wie diesen,
Warme Winde bliesen,
Was vermochte die Kerzen in unseren Herzen
Durch Sünden zu entzünden.
Münden nicht alle Ströme ins Meer?
Was bliebe, wär ein Meer voller Liebe.
Der Mond entlohnte uns in kleinen Scheinen
Und er lud uns ein
Auf einen freien Fall durchs All. Jeder Knall
Fand seinen Wiederhall, der ihn im Flug
Zurückschlug, wie einen Federball.
Quasi die Stasi der Phantasie, in der das
Glück verharrte ohne Rückfahrkarte.
Zarte Hände gegen Wände - immer neue Bände
Des Buches ohne Ende.
Sende mir ein Signal,
Einblick in mein Schicksal
Der magischen Momente Stückzahl,
Grad' auf dem Pfad - da, der Himmelserker,
Zerstört durch Beserker, und uns beherbergt der Kerker.
Unsere Gedanken waren stärker,
Rissen alle Mauern ein, doch uns war klar,
Dies wird nicht von langer Dauer sein.

Doch wir nutzten den Moment und wir rannten,
Wir wußten, wo es langging, obwohl wir den Weg nicht kannten.
Ein Blick in die Augen des Anderen - stummes Verstehen
Und dann ist da dieser Bann, der dann die pulsierenden Seelen
Aneinanderschweißt, so daß jeder die Gedanken des anderen weiß.
Heiß und Kalt, Schwitzen und Frieren,
Während wir auf der Kante des Wahnsinns langspazieren.
Passieren kann uns nichts und alles,
Und es existiert kein Plan für den Fall des Falles.
Doch es existiert auch kein Moment, der zweifelnde Gedanken läßt,
Weil die Reisegeschwindigkeit unsere Welten wanken läßt,
Faßt jeder nach der Hand des anderen.
Ist die Angst schon geringer,
Und der Körperkontakt ist Gefühlsüberbringer,
Trotzdem ist jeder allein; und es gibt keinen,
Der die Macht hat, es zu steuern.
Feuer und Eis, alles genießen und ertragen
Und selbst Antworten finden auf die Fragen.
Verwirrendes, Entzückendes, Klirrendes, Erdrückendes
- Alles erlebt, doch die Frage, die bleibt:
"Was ist der Traum, was die Wirklichkeit?"

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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 11:55    Titel: 8. Friedhof der Nuscheltiere (4:47) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

8. Friedhof der Nuscheltiere

Zitternd öffnest Du die rostige Pforte.
Was suchst Du hier an solch finsterem Orte?
Verdorrte Sträucher und einsame Gräber,
Ein heiserer Keucher, ein Beißen in der Leber.
Nebelschwaden umwabern Dein Gesicht;
Ein Sreichholz wirft Dir sein funzliges Licht.
Warum schlugst Du auch jegliche Warnung in den Wind?
Hast Du überhaupt eine Ahnung, wer wir sind?
Höllenboten, emporgestiegen von den Toten,
Denn jeder von den Fetten Broten lag
Schon mal im Sarg.
Damals - wir starben als Rock ’n’ Roll-Idole
Schien es legitim, daß man uns zurückhole:
Man vergrub uns in dieses Friedhofs magischer Erde,
Auf daß neues Leben in uns erweckt werde.
Ein makelloses Wiederbringen wollte nicht gelingen;
Nun können wir nur noch nuscheln und nicht mehr singen.

Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Und stehst Du auf Nuscheln, dann nuscheliere
Mit uns auf dem Friedhof der Nuscheltiere.

Ja, was nuschelt hier?
Ja, was nuschelt hier?
Ja, ein nigelnagelneues Nununuscheltier.
Ich nuschel viel und schnell, weil ich hab’s eilig
Und willst du was verstehn, dann beeil Dich.
Auferstanden aus Ruinen und den Reimen zugwandt,
Nuschel ich mir was zurecht, denn Nuscheltiere braucht das Land.
Doch als Nuscheltier steh ich hier nicht alleine,
Denn auch für Nuscheltiere gibt es Vereine
Und Fettes Brot ist eben eine Nuscheltierclique,
Zicke, zacke, Nadel in der Backe.
Oh, das gab’s schon mal! Ab an den Marterpfahl,
Weil ich geklaute Reime wirklich hart bezahl.
Scheißegal, Nuscheltier zu sein ist wunderschön,
Denn Nuscheltiere kann man wirklich nie verstehen.
Und glaubst Du, hier gibt es Nuscheltiernester,
Dann hast Du recht, mmh, jetzt kommt meine Schwester.

Ich heiße „Heißes Eisen",
Bring’ die Züge zum entgleisen
Die Wüsten zu vereisen;
Ich bin keine von den Leisen.
Gibt’s was zu sagen, mache ich den Mund auf.
Ist mir das zu leicht, hau ich noch ’n Pfund drauf.
Meine Schnauze wurde mir in die Wiege gelegt.
Das hat mir gut gefallen und deshalb hab’ ich sie gepflegt.
Doch der Grund meines Erscheinens ist, weil ich wie die Anderen nuschel,
Meinen Mund viel zu dicht ans Mikrofon kuschel.
Dies hat zur Folge, daß mich mancher nicht versteht,
Sich die Ohren zuhält und um Erbarmen fleht.
Doch in dieser Hinsicht kenn’ ich keine Gnade,
Denn ich bin zäh wie Gelee und hart wie Marmelade.
Heißes Eisen, heiße Nächte,
Keine Fälschung, nein, die echte.
Und was Dich eben schwächte,
Das war meine Rechte.
Doch heißes Eisen muß jetzt gehn;
Das Eisen bleibt heiß. Auf Wiedersehn!

Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Und stehst Du auf Nuscheln, dann nuscheliere
Mit uns auf dem Friedhof der Nuscheltiere.

Hör gut zu, wie ich nuscheliere
Auf dem Friedhof der Nuscheltiere.
Verliere mich in Reimen, wenn ich definiere.
Fett abzuderben ist mein Reimstil,
So fett wie bei St.Pauli ein Heimspiel.
Mitschnacker ist unser Titel, ja, das sind wir
Aber vor allen and’ren Dingen bin ich ein Nuscheltier.
Bist Du allein und einsame Spitze,
Dann sitze nicht Zuhause dumm rum,
Drum gibt’s doch den Verein, wo wir nuschelieren,
Da kannst Du auch graffitieren, breakdancieren,
Passieren kann dir da nicht viel,
Hast du Deinen eig’nen Stil
Und schon bald ist Hip Hop auch für Dich Dein Domizil.
Bist Du nicht aktiv, würde ich das gerne ändern,
Damit wir dann gemeinsam über unsren Friedhof schlendern.

Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Das Leben ist hart bis wir sterben,
Zeit zum Abderben,
Weil Du niemals weest, wann Du gehst.
Und stehst Du auf Nuscheln, dann nuscheliere
Mit uns auf dem Friedhof der Nuscheltiere.
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 12:08    Titel: 9. Gangsta Rap (4:46) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

9. Gangsta Rap

Wir werden geprägt durch unser Umfeld, unsere Umwelt.
Höchste Zeit, daß der Mensch sich umstellt, bevor alles umfällt.
Doch die Industrie verschleiert, weil sie uns für dumm hält,
Denn das Geld regiert die Welt und Leute, das bedeutet,
Der Wald wird abgepellt und der Boden ausgebeutet.
Lebendigen Leibes wird die Erde gehäutet.
Die Uhr der Natur hat längst elfmal geläutet.
Rinder fressen die letzten Grassoden,
So daß bald nach dem Roden die Böden veröden.
Geehrte Gangsta, wir lassen uns nicht blenden!
Beenden Sie das Verschwenden von Regenwaldbeständen!
Ach, ich überseh’, es wird kein Tier aus Übersee nach hier importiert - wie raffiniert!
Um Kohle zu scheffeln, muß man halt’n büschen schummeln.
Wolte schon immer wissen, was Ronald davon hält,
Doch seit ich ihn in „ES" sah, ist mir alles klar
- Ronald selbst ist längst der Obergangsta.
Hahahah, Du Clown, ich werd’ Dir niemehr trauen.
Jetzt setzt es ein letztes Geschoß zwischen die Brauen!

Du denkst Gangsta: Hut, Sonnenbrille, hochgeschlagener Kragen,
Doch ich muß Dir leider sagen,
Daß die echten Gangsta meistens weiße Westen tragen
Und ein’ dicken Wagen und ein Fahrer mit steifem Hemd
Und ’n Sitz im Parlament.
Fetter Arsch - nee, nicht „fett", sonderm einfach nur häßlich
Anläßlich der Machtposition läßt sich lässig
Ein neues Gesetz erlassen, ein Antrag verfassen
Hauptsache volle Kassen!
Alte, faltige Männer, die schwitzen,
Die nur um sitzen zu bleiben da sitzen.
Um das Volk zu beruhigen gibt es Brot und Spiele,
Denn es wär ja echt schlecht, wenn jemandem auffiele,
Wie abgezockt Euer Spielchen ist,
Daß Einer gar nichts kriegt, der Andere alles frißt.
Ein zweites As immer in der Manschette,
Denn wenn er fair spielen würde, dann hätte
Er nicht den Thron, auf dem er jetzt hockt
Und gemütlich mal hier und mal da was abzockt.
Doch ich bin der König und gehör’ auf den Thron
Und deswegen werde ich hier laut betonen:
Gangstabacke, Du gehst mir auf den Sack,
Kreuze nicht meinen Weg, sonst macht’s Ratatatat!

„Geld stinkt nicht und alles ist käuflich"
Hörst Du Dich oft reden, doch häufig,
Merkst Du dabei nicht, daß du der Gekaufte bist,
Der von Leuten, die Dich ausbeuten, zu kaufen ist.
Vielleicht von einem Unternehmer,
Der unter „nehmen" das Gegenteil von Geben versteht.
Seht in die Welt und stellt Fragen.
Hinterfragt das Jagen nach Geld.
Fällt Euch dabei auf, daß der, der die Arbeit kauft,
Auf der Jagd nach Geld und Macht niemals verschnauft?
Dann ist es vielleicht ein richtiger E.V.
Ein was? Ein „Echter Verbrecher"! Genau!
Die Leute, die ein noch dickeres Auto fahren,
Die eher an Löhnen als an ihrem Luxus sparen.
Vielleicht einer, der 5 Milliarden in Krediten abzieht.
Sich Toupets dafür kauft und dann flieht.
Mit Profit auf die Politik Einfluß nimmt.
Was zählen Menschen, solange die Kasse stimmt?!
Mach Dir ruhig Sorgen, denn vielleicht schon morgen
Werd’ ich mir ein MG aus Deinem Waffenschmuggel borgen.

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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 12:20    Titel: 10. Definition von Fett (5:16) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

10. Defintion von Fett

Du fragst:"Fettes Brot, was'n das für'n Name?"
Hört sich an wie irgendeine dumme Brotreklamme.
Doch weit gefehlt, die Frage, die dich quält,
Wird beantwortet und König Boris erzählt:
Fett zu sein bedarf es wenig, und wer fett ist,
Hört den König. Fett ist alles, was dich anmacht,
Fett ist auch die Sonne, die dich Samstags morgens anlacht.
Fett ist dei-ne Lieblingsplatte und fett war auch der Spaß,
Den ich auf der Party hatte.
Wenn du auf der Tanzfläche stehst
Und den Lautstärkenregler etwas höher drehst,
Weißt du sofort, warum wir Fettes Brot heißen,
Denn unser fetter Sound wird dir die Ohren wegreißen.
Fettes Brot ist fett, denn Fettes Brot macht Spaß.
Fett ist unser Rhythmus und fett ist auch der Bass.
Fett, daß heißt nicht matschig und glitschig;
Mit fett mein' ich cool, geil, bombastisch und witzig.
Du fragst dich, wie wir so fette Lieder backen?
Na, weil wir in unsere Lieder nur fette Sachen packen.
Doch mit diesen Worten über fett will ich dich nicht bekehr'n,
Ich will dir nur den Sinn von Fettes Brot erklär'n.
Sind die Reime das Feuer, ist Fettes Brot das Brikett,
Das ist die Definiton von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Danke, ich werd' versuchen euch jetzt näher zu bringen,
Was es heißt, fett zu sein und auch noch fett zu klingen.
Man kann sagen, ich bin ein rießengroßes Fettmolekül
Und "Fett" ist für mich ein Lebensgefühl.
Du bleibst, was du bist, du wirst nur dick, wenn du frißt,
Besonders, wenn du fett in Kalorien abmißt.
Bist du fett, bist du ein Blickfang - mann ist der dick,
Und du fragst dich sicherlich:
"Wo ist denn da der Trick dran?"
Paß auf, ich gehe jetzt ins Detail,
Denn fett zu sein als Style,
Sag "fett" und nicht "geil".
Wenn du fett bist, kannst du auch über dich selbst lachen,
Trittst immer ins Fettnäpfchen, machst ständig pralle Sachen.
Manche sagen: "Du bist so blöd, du schwimmst sogar auf Milch!".
Ich nenn' es einfach fett, nenn du es, wie du willst,
Denn fett zu sein, das ist dein Ziel,
Ich bin drin, um zu gewinnen, das ist mein Spiel.
Fett abzuderben ist mein Reimstil
und ich höre niemals auf, weil mir nichts einfiel.
Ich bin fett, so fett, richtig, richtig fett.
Und ich würde damit aufhör'n, wenn ich keinen Spaß daran hätt.
Das ist die Definition von Fett

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Unser Brot ist fett - Fettes Brot!
Mmh, schmeckst fein du - so soll's sein du.
Gebäck muß schmecken, am besten wie bei Mutter.
Mutter backt mit Butter, die schmeckt fetter als Lätta.
Du Schuft erschaffst
Krümel ohne Kraft,
Fett macht geschmeidig. Wasser verpufft schlaff.
Noch viel krasser: Wasser macht alles nasser,
Drum ist Sonnenschein auch fetter, als Regenwetter.
Weder kletter ich als Retter aus dem Hip-Hop-Heldenhimmel,
Noch steh' ich auf der Bühne mit der Hand an meinem ....
Ich schmetter keine Metaphern, wie ein singender Simmel,
Doch reim' ich auch nicht rein ins deutsche Laberkopfgewimmel.
Einen Fimmel hab' ich trotz alledem -
"Mußt dich nicht schä'm!". Nimm mich so hin, wie ich bin,
Und ich schwitz am Kinn von Colafläschchen,
Fühl mich ohne wohler.
O la la, "fete" bedeutet auf französisch "Party".
Spart nie an "Party", denn feieiern bewahrt die Gemütlichkeit.
Gemütlichkeit ist äußerst fett, wenn ihr betrüblich seid,
Zusamm' ein' saufen, bis nichts übrig bleibt.
Vergnüg' dich halt, mach dich frei von allen Ketten,
Denn nach sieben dünnen Jahren, da komm' die sieben fettes,
Wetten, sind meine Reime, Fettes Brot ist mein TED,
Das ist die Definition von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Die Definition
Die Definition
Die Definition
von Fett.

Die Definition
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 21:48    Titel: 12. Frikadelle am Ohr (5:34) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

12. Frikadelle am Ohr

Es ist wieder mal Samstagmorgen und ich wache plötzlich auf
Von einem Klingeln an der Tür, doch ich mach mir da nichts draus.
Ich bleibe besser liegen, ist mir eigentlich auch egal,
Aber nach tausendmal klingeln hab ich keine andere Wahl.
Vor der Tür steht ’n Mann mit ’nem grauen Kittel an,
Als er dann zu reden anfängt kann ich vage die Lage erkennen,
Denn er ist der Hausmeister und er sagt, wenn
Ich so ein’ Lärm wie letzte Nacht noch einmal mach,
Hätte ich den letzten Tag in dieser Wohnung verbracht
Er meckert, er kleckert nicht, er klotzt, er motzt,
Und ich hätte ihm fast vor seine Füße gekotzt.
Trotz alledem redet er immmer noch,
Und es wird schlimmer doch,
Nachdem ich in mein Zimmer kroch,
Holt er eine Flasche aus der Tasche - einen Flachmann
„Prooost!" - man versteht sich unter Nachbarn.
Er leert den Schnaps mit einem Schwung.
Er sagt, er könnte mich verstehen, er war ja auch mal jung.
Ganz väterlich quält er mich mit einem Schwank aus seinem Leben.
Das war zuviel für mich, ich muß mich übergeben
Daneben...., dabei war die Party fett.
Endlich ist der Kerl gegangen, und ich kann wieder ins Bett.
Das war alles nicht so schlimm,
Ich nehm’ es mit Humor,
Doch schläft es sich schlecht mit Frikadelle am Ohr.

Baby, red’ mir eine Frikadelle ans Ohr!

Oh, oh weia,
Was für eine Feier,
War ja die Pest gestern nacht - erst um acht in der Heia.
Naja, es ging ganz sutsche los:
Um neun ging das Geknutsche los.
An meinem Bier mich labend,
Freute ich mich auf den Abend.
Ich steh am Büfett, wobe ich Chips aus meinem Mund pule:
„Hey - ist das nicht Fips aus meiner Grundschule!?!"
Cool ey, wir stoßen an auf alte Zeiten,
Leider läßt er sich dazu verleiten,
Nichtigkeiten zu verbreiten.
Zu gescheiten Kommentaren ist er offenbar nicht fähig
Und eh ich einschlafe dann geh ich lieber
Fieberhaft überlege ich, auf welchem Wege ich diesen Mann
Wieder loswerden kann.
Er fragt mich nach Aspirin
Ma’ sehen, vielleicht hab’ ich noch Arsen für ihn.
Er redet wie ein Labersack nicht gerade interessant,
Dafür aber Schabernack ohne Sinn und Verstand.
Ich hasse Leute, die nicht merken, wenn sie nerven,
Nur mit Dichtungen von eigenen Werken um sich werfen.
Noch einen Mucks und ich schicke ihn flugs
Mit dem Fluxkompensator
Zurück in die Vergangenheit wie Michael J. Fox.
Der Typ ist doch dicht wie Fort Knox.
Hört nicht auf zu texten.
Ich merke schon, mir wächst’n Kropf am Kopf.
Mann, ich bin herbivor
Ich eß kein Fleisch, nimm das Hack aus meinem Ohr!

Baby, red’ mir eine Frikadelle ans Ohr!

Ich sitz grad’ beim Mittagessen,
Eß ’n leckeres Gericht.
Es klingelt laut an der Tür
Und ich erschrecke mich.
Mittagessen in den Augen,
Richtig sehen kann ich nicht,
Mach die Tür auf, jemand drückt mir eine Bibel ins Gesicht.
„Hallo, mein Sohn. Ich wollte mit Dir über Gott sprechen!"
Und an dieser Stelle wollt’ ich das Gespräch abbrechen,
Doch der Typ redet weiter über Sein, über Schein,
Die Mundwinkel voller Schleim. Oh nein! Er kommt rein!
„Sex vor der Ehe, das ist Sünde mein Sohn.
Du sollst Deine Unschuld bis zur Hochzeitsnacht schonen!"
Er zeigt mir Bücher, bunte Bilder mit bibeltreuen Brüdern.
Und er sagt zu mir: „Mein Sohn, willst Du überleben, mußt Du mir
Etwas geben und Gebete reden."
Er redet über Engel, über Himmel, über Erde.
Er redet über Frieden und wie ich erlöst werde.
Er lächelt mich an und sagt, wie glücklich er ist,
Und mir wird klar, der Typ heißt Schmidt und ist Christ.
Und er redet und er redet und er redet und er redet
Und er redet und er liest mir etwas vor.
Und weil er redet, weil er redet, weil er redet, weil er redet,
Wächst mir ’ne Frikadelle am Ohr.
Und aufgrund dieser Frikadelle
Hör ich ihn seit Stunden nicht,
Doch er redet und er redet und er redet und er redet.
Er redet und ich werde ohnmächtig...

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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 22:08    Titel: 14. 3 sind 2 zuviel Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

14. 3 sind 2 zuviel

Fettes Brot. Erster, Zweiter, Dritter,
Doch ich bin der Erste,
Denn ich bin fitter als Dokter Renz und Schiffmeister zusamm’.
Ich bin die Nummer eins, der Mann o Mann,
Guckt Euch an der eine ohne Haare, der andere nur mit Würsten,
Der eine braucht keinen Kamm, der andere kann seine nicht bürsten.

Ohh shit, Euer Haarschnitt ist ein Arschtritt
Für jeglichen guten Geschmack.
Ihr benutzt doch Präser mit Putengeschmack
Und der Weihnachtsmann hatte für Euch immer nur Ruten im Sack.
Zack! Doch hier ist Renz - Aahhh! - der tollste Tänzer.
Ihr beiden ward ja mehr so die Tanzstundenschwänzer.

In der Tanzschule wurde ich zuerst zum Tanz gebeten.
In der Sandkiste hab’ ich euren Kuchen zertreten.
Ich hab den Funk im Blut und Ihr nur Western und Country.
Ich bin die Meuterei und Ihr seid nur die Bounty.

Na, so gut gelaunt wie heute, Boris, sieht man Dich ja selten.
Macht’s Spaß uns zu schelten? Glaub mir, das sah man,
Doch leider bin ich halt so cool, daß alle sich erkälten.
Zwischen uns liegen Welten, zieht Euch warm an,
Denn meine Reime sprudeln, bis Ihr richtig schwindelig seid.
Für mich hat Licht die Richtgeschwindigkeit.
Weiter krieg ich auch als Writer den meisten Applaus,
Weil ich nicht wie Ihr bei Mickey Mouse abpaus’.
’N Teller Labskaus hat in etwa Euer Talent.
Euch geht der Schnaps aus, eh das Feuer ma’ brennt.

Mach Ihr ’n Schritt, mach ich’n ganzen Satz.
Komm ich auf die Bühne, macht Ihr für mich Platz,
Denn der Spot ist nur auf mich gerichtet.
Ihr beiden Typen seid voll unterbelichtet
Gedichtet hab ich schon, da konntet Ihr noch nicht mal reden.
Ihr seid die Marionetten, und ich zieh die Fäden.

Hier für jeden von Euch erstmal ’n büschen Gehirn und damit nichts Entfleucht, noch ’n Zwirn für die Stirn.
Danke - der Dokter gibt einen aus wie Frankenstein!
Kommt, laßt das Bedanken sein!
Das geht alles auf Krankenschein!
Banken leihen Euch ja eh nix, Ihr Beiden.
Gläubige und Heiden, keiner kann Euch leiden,
Drum schick ich König Boris ins Exil,
Schiffmeister hol ich Kiel, denn 3 sind 2 zuviel.

Schreibt Ihr einen Reim, hab’ ich ’n ganzen Text
Und von uns Dreien hab ich am meisten Sex.
Ich bin ein toller Kerl und Ihr seid nur Klassenbeste.
Ich krieg das Hauptgericht und Ihr kriegt nur die Reste.
Egal, ob Mensch-ärger-Dich-nicht oder ein anderes Spiel,
Ich schmeiß Euch raus, denn 3 sind 2 zuviel.

O.k. ich werd mich äußern
Chm!Chm! ich muß mich räusper.
Dann leg ich virtuos los ,stell euch bloß.
Wo’s der Sinn darin?
Denn ich bin das Nonplusultra;
Nimm mich nicht auf Deine leichte Schulter.
3 sind 2 zuviel heißt das Ziel vom Spiel
Und im Nu trifft das auf uns auch zu.
„Das meinst du!" Ja, das meine ich, drum weine nicht,
Wenn Reime sich über Dich ergießen,
Denn meine Wortdusche bringt auch Deinen Reim zum fließen.
Genießen solltest Du diesen Vers, als wär’s Dein Lieblingsessen, Delikatessen als Reim schlagen nicht aufs Gewicht
Und mach ich jemals etwas solo, wär mein Lieblings-MK ich!
Uuuuh! der Reim war geklaut!!
Durchschaut! Ich bin ertappt tap-tap-tap- brems-tap-tap-tap
Doch zum Glück komm ich zurück
Und entzück Dich mit einem fetten Diss
Und ich drück mich deutlich und Renz den Pickel aus,
Saus voraus, überhol auch Boris mit Gebraus an Applaus,
Denn ich bin die Laus, die über Eure Leber lief,
Und ich bin der Grund dafür, hängt Euer Haussegen schief.
Denn fang ich an zu dissen, solltest du Dich verschanzen,
Dann wirst du hören, daß Boris so gut rappen wie er tanzen kann
Gar nicht! Ich warn Dich: Renz kann auch nicht rappen!

Während ich im Fahrstuhl fahr, geht Ihr doch noch die Treppen.
Wären wir die drei Fragezeichen, wär ich Justus Jonas.
Ich treff’ mich mit den schönsten Frauen und ihr mit deren Omas.
Ich hatte immer schon mehr Freunde, Lego und auch mehr Playmobil.
Das ist noch heute so. 3 sind 2 zuviel!
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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 22:14    Titel: 15. Wer gibt dem der unten liegt die Hand? (3:44) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

15. Wer gibt dem der unten liegt die Hand?

Wer gibt dem, der unten liegt, seine Hand?
Ein kleiner Blick in den Spiegel. Hast Du Dich da selbst erkannt?
Oder ist der, den Du siehst nur dem Erfolg nachgerannt?
Verbannt, das Gefühl, daß Du einst gekannt hast.
Verdrängt und gelenkt vom Verstand und der erfand das,
Was Dir heut’ nur noch wichtig ist und fragst manchmal selbst,
Ob es richtig ist, alles einseitig zu sehen,
Obwohl ’s vielschichtig ist, und Du denkst,
Du handelst solange bis Du hinfällst oder jemand fallen siehst,
Ihm entweder hilfst oder blind vorübergehst.
Denn jeder will in der Mitte stehen und nicht am Rand,
Doch wer gibt dem, der unten liegt, seine Hand?
... der im Gefängnis saß, dort seinem Gewissen widerfand.
Zuhause dann stand er vor verschlossenen Toren,
Kurzerhand verbannt von wo er einst geboren.
Der jüngste Sohn war zum Verbrecher geworden.
Orden trug der Vater, Erwartung ward zur Marter,
Materiell, maschinell, schnell, schneller, viel zu schnell,
Der Stern seiner Familie schon viel zu hell.
Gelbe Zähne, Bahnhofsklos statt Hygiene.
Er liegt am Straßenrand ohne Plane, ohne Pläne
Vom Fabrikantensohn zur Großstadthygiene.
Wer gibt ihm sein Hand?
Whiskeyfahne, strähnige Mähne.
Ene mene miste, waste hast, das biste,
Ene mene meck und Du bist weg!
Zwecklos, hoff’ nicht auf ’ne Fee, mit der Du wegfliegst.
Es gibt Dir niemand seine Hand, wenn Du im Dreck liegst!

An meine Eltern von Eurem Sohn:
„Wenn Ihr dies hier lest, bin ich schon entflohen aus diesem Leben,
Denn mein Leben ist ein Leben nicht mehr wert.
Deswegen werde ich jetzt gehen, Euch verlassen.
Versuche, meine Gedanken in Worte zu fassen,
Doch es fällt mir schwer, jeder Satz so leer.
Es ist nur ein Versuch, der erklären soll, wie es dazu kam,
Daß ein Sohn reicher Eltern sich das Leben nahm.
Arm an Gefühlen seid Ihr immer geblieben,
Denn nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben.
Oft habe ich gehofft, es versucht,
Wieder vor der Tür gestanden und Euch verflucht.
Besucht Ihr mich jetzt erst, wovon ich nichts mehr hab?
Steht an meinem Grab,
Weil ich starb
Oder gab es keine Trauerfeier,
Weil Euch bewußt wird, daß Ihr nicht unschuldig daran wart?

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BeitragVerfasst am: 27.03.2005, 22:30    Titel: 16. Nordisch by nature (9:10) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

16. Nordisch by nature

Een, twej, een twej, drej.
Sech mol "Hey" sech mol "Hoo".
Dat is Fettes Brot op platt inne Disco.
Jo ick buen de Jung achtern Plattenspeeler
Un so deel ick op as Stoertebeker sine Likkedeeler.
Dor is for jeden wat dorbi wat ik speel.
Bi uns in heet dat nich "Disco" sondern "Dans op de Deel".
Ick krakehl veel Platt in dat Mikrofon
Buest nich unt 'n Norden is dat schwer to verstohn.
Wohn' anne Waterkant dohn wi all un da schnackt man nu ma so,
Hoer mal 'n beeten to. Hummel Hummel "Mors! Mors!".
Ick buen ruut - de Schippmeester buen as de annern Nordisch by Nature.

Sach mal, weisst du ueberhaupt, was das Leben hier so bringt ?
Was das regulaer bedeutet, wenn dein Schicksal dich linkt ?
Und du morgens deine Stullen auf'm Kuechentisch vergisst,
Aber du die ganze Schose erst bei Blohm und Voss vermisst.
Dat is nicht so leicht, wie du meinst, mien Jung !
Dat is' 'ne Schietbuckelei und die macht den Ruecken krumm.
Hart genug sagt man sich und gibt sich selten auf die Schnauze,
Und wenn wir uns mal hauen, dann 'n Holsten in die Plauze.
Mao Tse Tung war bei uns nie so 'n Thema.
Mutter sagt: "Politiker, die kommen und die gehen ma'.
Wichtiger, mien Jung, merk' dir das ohne Flachs:
Die im Sueden essen Staebchen und wir essen Lachs.

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!

Hier kommen deine Helden, der Tobi & das Bo.
Bo, bitte melden ! Yo, hier kommt Disco.
Wie samstagnacht, wie bei John Travolta,
Holterdipolter; der Bass pumpt bis Obervolta.
Hello peoples, we are here,
In the one hand a micro, in the other a beer.
We hear our music very loud.
Hey, girl, do you wanna be my Braut ?
Nachtfieber, Nachtfieber,
Hier bei uns im Norden!
Uuh yeah !
Immer wieder Nachtfieber, Nachtfieber,
Hier bei uns im Norden !
Uuh yeah !
Wir im Norden natürlich,
Verführen dich discomanisch.
Panische Tanzage - voll in Rage.
Bei unserer Trommelfellmassage.
Keine Blamage in dieser Passage,
Denn die Discokugel Tobi-Tob laeuft immer,
Wenn ich am Mikrofon prob
Und der Laserdancer MK Bo stiehlt mir aber dann die Show.

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!

Hey Rabauke! Wo wird das Tanzbein geschwungen ?
Bei uns Norddeutschen!

Jo, ick weer in jungen Johren an de Waterkant boorn -
Moin ! Ne steife Brise von vorn gifft mi juemmer koole Ohren.
Ick gah jeden Avend up'n swutsch un kumm erst trüch,
Wenn all mien Geld is futsch.
Mann in de Tünn, gah mi ut de Sünn
Ick bin wat ick buen, kumm mi nich anne plünn.
Doch komm fix mal rum, um die de Norden antokieken.
Bi uns dor ist juemmer wat los achtern de Dieken.
Set di eerstmal dal, nimm 'n Köoem un 'n Aal
Un smeckt di dat nich, is mir dat ok schietegal.
Du bist denn woll keen Schnimp, wat nich heet,
Dat ich nu schimp, aver pass op du Tüffel
Wi nehmt di op de Schüffel.

Ich liebe die Schiffe, das Meer und den Hafen,
Un ich liebe es, nach 'ner Party, breit am Elbstrand einzuschlafen.
Ich bin ein Hamburger Jung und ich komm voll in Schwung,
Wenn ich hüpf' und spring und von Hamburg sing.
Samstagabend - 'n Kööm und 'n kühles Blondes
Und auf die Schnelle noch 'ne Fischfrikadelle
Schon Störtebeker wusste, dass der Norden rockt
Und hat mir seinem Kahn hier gleich angedockt.
Ja, ihr hört richtig, heute ist Discozeit.
Warum? Weil alles nach Disco schreit.
Und ihr fragt Euch, ob der König das Versprochene hält ?
Ja, na klar, denn ich bin Nordisch by Nature!

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!

Der Discobeat ist genau mein Ding
Weil ich ein Disco-Sixer bin.
Oh', ich sing.
Eissfeldt von der Waterkant
Schickt seine Disco-Vibrations uebers ganze Land.
Ein Nordlicht wie ich ist nicht erpicht
Auf die Einhaltung von Regeln, die irgendein Gericht ausspricht.
Nein, er bricht die Norm und die Gesetze gekonnt.
Hier gibt es nur Flachland, aber deshalb einen weiten Horizont.
Nicht geboren auf Jamaika, doch zu rollen mit der Zung'
Ist 'n Klacks für 'n Hamburger Jung.
Bede bey bey, bede bey bey, come, come, follow me !
Ich trinke Holsten und ich liebe St. Pauli.

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!

Tanz mit mi, Marie!

YO! Koze und Kozmic sind im Haus.
Zieh die Hausschuhe aus
Und rein in die Dancing-Schuh' !
We got another funky Rap for you !
From the south to the west to the east to the north,
Come on Fischmob; go off an' go off an' go off an'go off !
Hier kommt ein Rap im Kornfeld
Und wenn man nach vorn fällt,
Weiss man, der Korn hält,
Was er verspricht.
Wasser verspricht sich nicht,
Denn Wasser kann nicht sprechen,
Aber Dämme brechen.
Dämme, die brechen unter den Fluten der Nordsee,
Und ich lauf' weg, wenn ich 'n Mord seh'.
"Lauf, lauf !" ruft hinter mir mein Trainer:
"Lauf, du sollst noch aufnehmen bei die Jungs vom Container !"
Jetzt stehen wir hinter der Scheibe
Und halten bestimmt nicht den Schnabel,
Es sei den, Ihr zieht es raus, das Mikrofonka...
We got the fever !
Samstagnachtfieber, Nachtfieber, Fieberthermometer !
Samstagnachtfieber, Nachtfieber, Fieberthermometer !

Nein, hey, MK Cram, und lass mich jetzt mal anfangen,
Nordisch by Nature, verstehst du das ?
An dem Mikrophon mit meinen Worten
Bin ich echt schnell, hoerst du es schnell'n.
Ich komm aus Deutschland, hab 'n Akzent, aber das macht nix aus,
Ich bin trotz alledem ein ganzer Mann, den du nicht kennst,
Aber er rennt den ganzen Tag und die ganze Nacht,
Wart noch ein' Moment,
Nordisch by Nature, und ich werd' euren Tag retten.

Aale, Aale, Aale. Alle Mann an die Mirkrophone,
Stemmt dem König seine Krone,
Gebt dem Renz mal 'n Flens'
Und schiebt das Schiff auf 'n Riff.
Ich bin's der Ingenieur,
Schlaengel mich so durchs Gewirr
Kabel ja auch so rum,
Nae, bin ja auch nicht dumm,
Nae, hab' ne Klappe wie 'ne Krabbe
Und bin forsch wie 'n Dorsch
Eben Nordisch am Mixtisch, bluetenrein, aprilfrisch
Sind meine Ohr'n, denn ich bin ja auch gebor'n
Auf'm Land, joa, und das stand joa auch im Klatschblatt
Meiner Heimstadt Hamburg, ja, lach ruhich !
Aber sach nix, wenn ich abmix und dich austrix,
Bin ich fix nur aufgrund meiner nordischen Natur.

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!

Wie sind nicht nördlich, auch nicht nördlicher, sondern am nördlichsten.
Tabula Rasa - das ist der, der ich und der, der ich bin.
Örtlich wortwörtlich definiert mit Flensburg.
Ich hoffe, es stört dich nicht, wenn ich mal nach Hamburg gurk'
Mit der Forke an der Hand stehen wir oft am Ostseesandstrand,
Schauen auf die blauen, grauen Wellen - bekanntes Land.
Der Norden, der Norden, der Norden dreht auf.
Pass auf, wenn ich gleich über's Wasser lauf, nicht absauf.
Ja ick bin immer vorköhlt und ick höb andürnd snöp.
Snoeff mir die Nase ut, wenn de mol wedder dröpt,
Denn wat mut, dat mut ja nun ma rut,
Sowohl de snoet als ok de dänische Sprachgebruck.
Og nu fortsätter vi med de danske sprog.
Vi to - danske rim, disco, dannebro det ka' Do tro,
For vi liger syd for gränsen
Tabula Rasa, vi er her og vi giverdig chancenm
Nuancen gir' vi, denne lille fede sang med vores
Uovertraeffelige Sprechgesang.
Rimen floed, ahh - ku Du maerke dette stoed ?
For det du lige sad og noed, ver det Fede Broed.

Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
Nordish, uh uh uhhh!
Nordish by nature!
_________________
"Persönlich glaube ich ja, so ‘n wutschnaubender Budenzauber ist nicht so besonders dufte für die Zuschauer"





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