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Frikadelle-am-Ohr.de Foren-Übersicht -> Fettes Brot On The Road -> Fernsehen / Radio / Presse -> Thema: Bei Rap.de: Früher war HipHop überschaubar.

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Lu
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BeitragVerfasst am: 26.06.2005, 10:12    Titel: Bei Rap.de: Früher war HipHop überschaubar. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr lesewütigen Frikadellchen,
nach einigem Stöbern habe ich dieses etwas längere Interview mit Björn auf Rap.de entdeckt:

    Früher war HipHop überschaubar - heute ist das nicht mehr so.

    „Wie sagte mir neulich eine Kollegin? „Über Fettes Brot bin ich überhaupt erst zum Deutsch-HipHop gekommen.“ Genau. So war das damals (…)“

    So stand es geschrieben in der rap.de-Review zum aktuellen Fettes Brot-Release „Am Wasser Gebaut“. Was soll ich sagen? Mit besagter Kollegin war ich gemeint – bis heute höre ich immer wieder gern die erste offizielle Fettes Brot-EP „Mitschnacker“ und feiere Tracks wie „Definition Von Fett“, „Schlecht“ und die Hammer-Story über die Zusammenkunft von „Schnimps & Schnomps“. Ich mache daraus auch kein Hehl – ebenso wenig wie daraus, dass ich mich im Laufe der Jahre immer weiter von Fettes Brot entfernt habe, oder besser formuliert: Fettes Brot entfernten sich von meinem Verständnis für deutschsprachigen Rap und HipHop. Dafür befreiten sich die Jungs aber gleichzeitig von Zwängen und Fesseln, die das HipHop-Game eben auch mit sich bringt und fuhren damit schließlich auch recht erfolgreich. Kürzlich z.B. füllten die drei Brote - König Boris, Doktor Renz und Björn Beton (ehemals Schiffmeister) - die Berliner Columbia-Halle und entertainten mit ihrer Mischung aus permanenter Kalauerei, instrumentiert durch Hinzunahme verschiedenster musikalischer Stile wie Pop, Rock, Jazz und HipHop. Vom Verkaufserfolg der Single „Emanuela“, die, allen Unken-Rufen zum Trotz, immerhin bis auf Platz drei der deutschen Verkaufs-Charts kletterte, ganz zu schweigen. Und am Ende des Tages weiß man in der Hamburger „Bäckerei“ Fettes Brot Schallplatten auch um den Fakt, dass es mit Sicherheit ernsthaftere HipHop-Artists mit wesentlich mehr Anspruch auf Credibility geben mag, und kokettiert damit, aber festzuhalten bleibt doch, dass Fettes Brot in der Vergangenheit maßgeblich zu der Entwicklung von HipHop in Deutschland beigetragen haben. Im Gespräch mit Björn galt es dann auch, erneut festzuhalten, dass man sich nach wie vor auch als Rapper und Musiker betrachtet. Nur eben jeder Einzelne nach seiner Fasson.

    rap.de: Ihr seid im Moment non Stop unterwegs. Geht es euch trotzdem gut?

    Björn: Ja, das kann man schon sagen. Wir freuen uns über den Erfolg unserer ersten Platte, die auf unserem eigenen Label Fettes Brot Schallplatten erschien. Wir haben aber auch ganz schön viel zu tun, das ist richtig. Die Leute sind eben neugierig, aber das freut mich.

    rap.de: Wodurch kam es zu dem Entschluss, ein eigenes Label zu gründen?

    Björn: Das war für uns einfach der nächste logische Schritt. Alle Verträge, die wir vorher hatten, sind ausgelaufen, und wir haben uns gesagt: Was kann uns eine Major-Firma bieten, was wir nicht selber machen können - oder schon längst selber machen? Wenn wir das irgendwie finanzieren können, dann wollen wir unsere eigene Plattenfirma sein. Und das hat dann auch geklappt. Es hat ungefähr ein Jahr lang gedauert, ehe das dann richtig funktioniert hat, aber als dann alles unter Dach und Fach war, wirkte es schon wie eine gute Entscheidung.

    rap.de: Seid ihr schon wieder an neuen Projekten dran, oder feiert ihr im Moment ausgiebig den Erfolg der Platte - und rockt nebenbei noch die Promotion-Termine ab?

    Björn: Wir sehen uns ja selber hauptsächlich als Rapper und Musiker, als Fettes Brot und gar nicht mal so sehr als Chefs einer Plattenfirma, auch wenn wir das jetzt sind. Wir haben die Firma hauptsächlich für uns gegründet, so dass wir unseren Kram herausbringen können. Im Moment ist noch nicht geplant, Künstler oder Bands unter Vertrag zu nehmen. Wir kümmern uns um unsere eigene Band und um das, was wir so machen. Wenn wir irgendwann eine Gruppe entdecken sollten, bei der wir sagen: das muss die Welt unbedingt hören, dann will ich natürlich nicht ausschließen, dass wir das dann auch veröffentlichen.

    rap.de: Der Titel eures Albums heißt „Am Wasser Gebaut“. Ich habe mich gefragt, was sich hinter diesem Titel verbirgt. Ist da eine gewisse Melancholie dahinter, die mit diesem Spruch - am Wasser gebaut - gern verbunden wird, oder geht es darin eher um euren Bezug zu Hamburg?

    Björn: Ich glaube, du hast das schon astrein interpretiert. Wir mögen diesen Titel eben deswegen, weil er so viele Interpretationsmöglichkeiten offen lässt. Ich glaube auch, dass uns dieser Titel aus deswegen letztendlich überzeugt hat. Man kann denken, es hätte etwas mit Hamburg zu tun, da die Stadt einfach am Wasser gebaut ist. Joints rauchen am Strand, das könnte auch eine weitere Definition sein. Es könnte auch eine Anspielung auf unsere neu gegründete Platten-Firma sein, die auch am Wasser gebaut ist, und wo Wasser sinnbildlich für Gefahr steht, oder aber auch für das Neuland, das wir geschaffen haben. Eine gewisse Emotionalität, die uns in keiner Weise fern liegt, steckt auch darin. Es gibt da viele Möglichkeiten.

    rap.de: Dadurch, dass du gerade von Emotionen sprichst, bringst du mich direkt auf meine nächste Frage. Mir ist aufgefallen, dass die heutigen Texte von Fettes Brot nicht mehr diese Leichtigkeit haben, wie das bei früheren Texten der Fall war. Seid ihr nachdenklicher geworden?

    Björn: Grundsätzlich ist das richtig. Ich finde aber, dass manche Songs des Albums, wie „Falsche Entscheidung“, schon eine humoristische, kindliche und auch manchmal naive Seite haben. Den Fettes Brot-Humor wird es aber auf jeden Fall auch weiterhin geben, das liegt allein schon an uns drei totkomischen Typen. Es ist auch richtig zu sagen, dass man über die Jahre, ich will nicht sagen, „erwachsener“ geworden ist, weil das einen komischen Nebengeschmack hat, aber älter geworden, das bleibt nicht aus. Dadurch, dass man älter wird, wird man ja natürlich auch erfahrener und weiser. Man beschäftigt sich heute auch mit ganz anderen Dingen als noch vor zehn Jahren. Das spiegelt sich dann schon in unserer Musik wieder, und das empfinde ich als real.

    rap.de: Wenn ihr jemanden treffen würdet, der Fettes Brot vorher noch nie gehört hat, mit welchem Fettes Brot-Song würdet ihr ihn überzeugen?

    Björn: Das ist eine fiese Frage, um herauszufinden, bei welchem Song die Band meint, am allerbesten ihre Message rüberzubringen. Es ist ein bisschen so, als wenn man eine Mutter fragt: Welches deiner Kinder magst du denn am liebsten?

    rap.de: Ich meine, welcher Song ist am meisten verankert? Ich hab auch gewisse Songs im Kopf, die mir am ehesten einfallen, wenn es um Fettes Brot geht.

    Björn: Ich verstehe dich, aber ich glaube, das wechselt Tag für Tag. Es kommt dann natürlich auch ganz auf den Menschen an, der das dann hört: Ist es jemand, der mit dem Rap-Anteil von Fettes Brot etwas anfangen kann, oder ist es jemand, der sich um Rap und HipHop einen Scheißdreck schert. Ich persönlich finde immer, dass die aktuelle Platte am ehesten das ist, was ich jemandem vorspielen würde; in diesem Fall ist es halt „Emanuela“ - oder am Liebsten das ganze Album. Das letzte, was man gemacht hat, ist meist das, was einen am besten verkörpert; so sollte es bei Künstlern auch sein. Das, was als letztes veröffentlicht wurde, sollte am aktuellsten sein. Aber schon wenn ein Song fertig ist, hat man gleich wieder den Ansporn und den innerlichen Drang, das Geschaffene zu toppen.

    rap.de: Wer zum Henker ist eigentlich diese Emanuela?

    Björn: Emanuela ist eine gute Freundin von Schnappi, dem Krokodil. Es ist eine kleine, süße Handpuppe.

    rap.de: Es gibt also keine miesen Erfahrungen mit einer Frau namens Emanuela?

    Björn: Nein, so konkret ist das nicht. Es gab nicht die eine Frau, die Emanuela hieß. Die Geschichte, die wir erzählen, die kennt doch jeder: Nämlich die von einer Frau, die genau weiß, was sie von der Liebe erwartet. Man verliebt sich in diese Frau, aber die Erwartungen und Ansprüche vom Gegenüber sind ganz andere als die eigenen, und deshalb wird die Liebe nicht erwidert. Das ist also keine spezielle Geschichte; das hat jeder schon einmal erlebt - vielleicht schon mehrfach. Es ist auch weniger ein Song über die Frau Emanuela, sondern mehr ein Song über die Unzugänglichkeit und Selbstüberschätzung des Mannes, der sich in sie verliebt. Wir drei warnen in diesem Song als „Dorfälteste“ den Jungspund, der in die Stadt kommt - diesen Player, der irgendwie der Meinung ist, mit seiner Masche alle herum kriegen zu können. Diesen Typen warnen wir nur, indem wir sagen: Pass auf! Wenn du dich in Emanuela verliebst - und das könnten wir gut verstehen - da wird es nicht so sein, wie du vielleicht denkst. Da wird deine Masche nicht ziehen. Sie erwartet von dem Mann, mit dem sie zusammen sein will, mehr, als du ihr bieten kannst.

    rap.de: Und die Melodie eures Songs „An Tagen Wie Diesen“, das ist doch die aus dem Falco-Song „Jeanny“?

    Björn: Das ist nicht nur die Melodie von „Jeanny“, es ist tatsächlich das ganze Lied. Den Refrain singt sogar posthum der großartige Falco mit.

    rap.de: Ist das eine Hommage an Falco?

    Björn: Auf eine Art schon. Wir wollten auf unserer Platte Musik samplen, die aus unserer frühen Jugendzeit stammt. Und das war damals, in den Achtzigern, ein Song, der uns schwer beeindruckt hat. Insofern wollten wir gucken, was es aus unserer frühesten Jugend für Songs gibt, die Spaß machen und die man sampled, um damit diesen Songs etwas ganz Neues zu geben. Es ging uns weniger darum, einen wirklich großen Hit zu samplen, sondern eher darum, was Musik aus unserer Jugend war, die uns berührt hat.

    rap.de: rap.de wurde vor einigen Monaten von den Juice-Mag-Machern nach Meilensteinen der Deutschen HipHop- und Rap-Szene gefragt, und uns ist irgendwie auch Falco dazu eingefallen. Er hat ja auch, in gewisser Art und Weise, Sprechgesang gemacht. Seht ihr euch, vielleicht auch auf Grund der ganzen Kritik, die aus der Szene gern an Fettes Brot gerichtet wird, mehr auf dieser Linie?

    Björn: Ja, auf eine Art schon. Wobei Falco sich als Künstler nicht unbedingt auf HipHop bezogen hat. Natürlich hat er diesen Sprechgesang als erster überhaupt auf Deutsch gemacht, aber er hat sich nie in einem Zusammenhang mit HipHop präsentiert. Wir sind aber definitiv HipHop. Da kommen wir her, das ist die Musik, die wir lieben und die wir hören, und wir beziehen uns darauf. Wenn Talib Kweli eine neue Platte macht, ist das für uns musikalisch superwichtig und inspirierend. Das hat Falco damals nicht in den Vordergrund gestellt. Es ist sicherlich richtig, dass er einer der ersten war, der in Europa oder im deutschsprachigen Raum geschnallt hat, was das für eine Kraft hat und was für eine neue Musik dabei entstehen kann, wenn man so etwas macht.

    rap.de: In eurer Biographie, oder auch in der Presse-Info zur Platte, war ein Absatz drin, in dem stand, dass ihr immer wieder hört, ihr wärt Weicheier, Hamburg am Ende und Fettes Brot tot? Die Antwort von euch dazu war jein. Warum so unentschlossen?

    Björn: Ich weiß jetzt den genauen Wortlaut des Satzes nicht auswendig. Ich denke aber, solch komplexe Themen kann man mit einem deutlichen Ja oder einem überdeutlichen Nein nicht beantworten. Man muss auf so etwas sehr differenziert antworten. Zu der Frage: „Ist Hamburg tot?“, kann man schon sagen, dass es eine Gruppe wie EinsZwo nicht mehr gibt; Eimsbush hat dicht gemacht, es gibt da schon etwas, was im HipHop über die Jahre auch gestorben ist - das ist deutlich zu erkennen. Wir haben früher monatelang darüber nachgedacht, ob es cool ist, in die Bravo zu gehen oder nicht. Heute stellt sich für Nachwuchs-Rapper wie Bushido oder Fler gar nicht mehr die Frage, ob man das machen sollte oder nicht. Das sind für andere Leute völlig normale Verbreitungsmittel, in denen sie sich gerne sehen. Es hat sich schon sehr, sehr viel verändert, und deshalb kann man da nicht mit Ja oder Nein antworten. Dasselbe gilt für die Frage, ob wir Weicheier sind oder nicht. Weicheier als negatives Schimpfwort kann ich nicht durchgehen lassen: Wir sind keine Weicheier! Was richtig ist, ist, dass wir weich sind. Bei sehr vielen interessanten Dingen im Leben wäre es einfach dumm, mit Härte darauf zu reagieren, das wäre nicht richtig. Das zeigt sich ja sogar in der weltweiten Politik, dass Weichheit nicht unbedingt mit Schwäche gleichzusetzen ist. Diese Fragen tatsächlich mit Jein zu beantworten, empfinde ich daher als richtig. Hinzu kommt natürlich auch, dass es eine Anspielung auf unsere jahrelange durchgängige Art, erfolgreich Musik zu machen, sein soll. Auf die Frage, ob Hamburg tot ist, können wir tatsächlich nur Jein sagen und mit einer Hit-Single von 1996 und gleichzeitig mit einer weiteren Hit-Single aus dem Jahre 2005 antworten. Da kann man dann mal sehen, dass Hamburg doch gar nicht so tot ist.

    rap.de: Du hast gerade die Berliner Ecke angesprochen. Ihr seid ja nun auch persönlich beim Bundes Vision Song Contest auf Sido getroffen. Habt ihr euch da connected?



    Björn: Ja, klar. Neben den öffentlichen Anfeindungen, die von Sidos Seite her konsequent umgesetzt wurden, haben wir dann doch nach einigen Gläsern auch eine Art von Humor gefunden, mit der beide Seiten umgehen konnten. Er hat uns sogar sein Lieblingslied von Fettes Brot verraten.

    rap.de: Welcher Titel ist das?

    Björn: „Gangster Rap“ von der Platte „Auf Einem Auge Blöd“. Wir haben uns ein paar Minuten zusammengesetzt, ein bisschen gequatscht und viel gelacht. Was man nicht unbedingt von jedem Rapper in Deutschland erwarten kann, dass man sich mit dem unterhält und dabei viel lacht. Es gibt auch sehr viele humorlose Rapper in Deutschland.

    rap.de: Ich nehme dennoch an, dass gemeinsame Projekte vorerst trotzdem nicht geplant sind?

    Björn: Nein, aber vielleicht könnten wir uns ja mal gegenseitig Witze erzählen, ich glaube, da hätten beide Seiten eine Menge Spaß dran. Ich denke, musikalisch trennen uns dann aber doch Welten - wobei das vielleicht auch ganz interessant wäre…



    rap.de: Wie waren denn generell die Reaktionen auf euren 2. Platz bei diesem Raab-Contest?

    Björn: Wir haben uns riesig gefreut! Man muss sich mal vorstellen, wie viele Leute da zugeguckt haben und wie viele Leute da angerufen haben. Ein großes Dankeschön! Es war echt toll! Unser Song war vorher erst ein bisschen im Radio zu hören und etwas auf den Musiksendern zu sehen. Das heißt, die Leute kannten den Song noch gar nicht wirklich. Und sich dann, gleich nach dem ersten oder zweiten Mal hören, so dafür begeistern zu können, das hat uns sehr gefreut.

    rap.de: Was kann man unter der selbst angebauten Soul-Vision verstehen, die ebenfalls im Fettes Brot-Presse-Text erwähnt wird?

    Björn: Also, das mit der selbst angebauten Soul-Vision ist gar nicht so sehr musikalisch gemeint, sondern hat mehr einen inhaltlichen Hintergrund. Wir sind natürlich große Liebhaber alter und neuer Soul-Musik, wir haben uns aber mehr über das Inhaltliche Gedanken gemacht. Wir wollten gerne eine Platte machen, die aus der Seele spricht und in die Seele geht: Wir wollten Seelen-Musik machen. Wir haben überlegt, worum geht es in diesen sehr leidenschaftlichen Songs, die wir gerne hören? Dabei sind wir dann auf große Gefühle gestoßen - auf Liebe, Leidenschaft, Trauer, das Ausbrechen aus Regeln, und Befreiung. Das sind halt sehr mächtige und große Themen. Wir haben uns davon ein bisschen leiten lassen und dann gesagt: Wir wollen Musik machen, die die Leute berührt - halt Musik, die zur Seele geht. Das ist uns bei manchen Songs wirklich sehr gut gelungen.

    rap.de: Noch eine Vergleichsfrage in Sachen HipHop: Wie siehst du HipHop heute, und wie war er vor zehn Jahren?

    Björn: Früher war HipHop überschaubar - heute ist das nicht mehr so. Ich glaube, das ist aber ganz normal. Insgesamt ist diese Entwicklung eine modische Entwicklung im popkulturellen Rahmen, die völlig so verläuft wie bei anderen Musik-Richtungen, Trends, Lifestyle- und Kultur-Themen auch.

    rap.de: Würdest du sagen, dass dadurch die Qualität auch ein bisschen nachlässt?

    Björn: Das bleibt natürlich nicht aus, und das wird sich auch noch zeigen. Vor zwei, drei Jahren war es, glaube ich, sehr leicht, eine Platte herauszubringen, und in wieder zwei, drei Jahren wird sich zeigen, wie viele Leute von denen noch eine zweite, dritte oder vierte Platte heraus bringen werden.

    rap.de: Erhalte ich jetzt, zum Ende des Interviews, noch ein Statement darüber, was ihr gern eure Kritiker im HipHop-Game wissen lassen wollt?

    Björn: Nö. Ich habe da kein Rechtfertigungsbedürfnis. Ich glaube einfach, dass die Leute sich bei Fettes Brot inzwischen langsam daran gewöhnt haben, dass es uns gibt, und daran, wie man uns einzuschätzen hat. Daran werde ich jetzt, mit ein paar wohlgemeinten Sätzen unseren Kritikern gegenüber, auch nichts ändern können.

    rap.de: Dann danke ich für das Gespräch und wünsche noch eine gute Fahrt.

    Björn: Gerne. Ich danke auch Dir.


Leider keine wirklich überraschenden, neuen Aspekte. Aber trotz allem lesenswert.
Liebe Grüße
Die Lu
_________________
"Persönlich glaube ich ja, so ‘n wutschnaubender Budenzauber ist nicht so besonders dufte für die Zuschauer"

Zuletzt bearbeitet von Lu am 26.06.2005, 10:17, insgesamt einmal bearbeitet





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Lenje
Insider

Alter: 28

Lenje ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Anmeldungsdatum: 06.04.2005
Beiträge: 786
Wohnort: Meerbusch/Nähe Düsseldorf
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BeitragVerfasst am: 26.06.2005, 10:13    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

man man man,da hat er sich aber seeeeeeeeeehr viel zeit genommen fürs Interview wink.gif

Cooles Interview,danke Lu wink.gif
_________________
Mil caminos que van a Roma,solo uno me lleva ti,
Quizas que ya me lo se





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Skipo
Marktschreier



Skipo ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Anmeldungsdatum: 02.05.2005
Beiträge: 212
Wohnort: Bochum
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BeitragVerfasst am: 26.06.2005, 13:32    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Echt cooles Interview muss ich sagen,der muss ja zeit gehabt haben wink.gif
_________________
Wenn ich die stummen Blicke schicke,
sie wie Rummenigge kicke,
meint ihr checkt sie das?

Martin du bist ein Gott





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